Interview

Experteninterview mit Marco Linnenbrügger zur Energiesparwoche

AEM MEDIA: Herr Linnenbrügger, für viele modernisierungsfreudige Eigenheimbesitzer stellt sich im Dschungel der Angebote die Frage: “welche Heizung ist denn jetzt die richtige? Wie bin ich langfristig auf der sicheren Seite?“ Schließlich soll die Neue ja nicht schon nach 10 Jahren wieder veraltet sein.

Marco Linnenbrügger: Es gibt nicht die pauschal beste Lösung. Im Vordergrund stehen die individuellen Wünsche, die Haussituation, die beabsichtigte Investition, die zu erwartenden Folgekosten sowie die persönliche Lebenssituation. Die technischen Fortschritte der letzten Jahre haben die Heizungsbranche revolutioniert. Energieeinsparungen von 50% und mehr sind durch immer effizientere Systeme möglich geworden. Neben den klassischen Brennstoffen, stehen uns heute eine Reihe weiterer Energieträger zur Verfügung.

AEM MEDIA: Und wie findet man nun heraus mit welchem System man am besten fährt?

Marco Linnenbrügger: Ganz einfach, wir haben als einziger Fachbetrieb in unserer Region ein sogenanntes computergestütztes „Energiesparprogramm“. In dieses Programm können wir alle wichtigen Daten des Hauses eingeben und die Vorgaben des Kunden berücksichtigen. So kann der Kunde zum Beispiel angeben, daß er gern mit einer Ölheizung heizen möchte. Diese können wir dann mit anderen modernen Geräten wie z. B. einer Solaranlage oder einer Holzpelletanlage vergleichen. Dabei werden aber nicht nur die reinen Anschaffungskosten sondern auch die Betriebskosten und die voraussichtlichen Energiepreissteigerungen sowie die Wartungskosten mit einbezogen.

AEM MEDIA: Das sind ja unheimlich viele verschiedene Einflußfaktoren?

Marco Linnenbrügger: Genau, und aus diesen Eckpunkten entwickeln wir die speziell für den Kunden und sein Haus beste Gesamtkonzeption. In einem ausführlichen Beratungsgespräch legen wir dann alle Anlagen sozusagen nebeneinander und können exakt alle Systeme und alle Kosten miteinander vergleichen. Und wir beantworten exakt die Frage nach der Amortisationsdauer bzw. dem Amortisationszeitpunkt. 

AEM MEDIA: Gibt es einen Trend hinsichtlich der Erneuerung?

Marco Linnenbrügger: Ja! Nie war ökologisch modernisieren so attraktiv wie heute. Die Heiztechnik ist hoch entwickelt und mit modernen Anlagen lassen sich Energieeinsparungen um bis zu 50 Prozent erreichen. Auch die Auswahl der Energieträger ist vielfältig - Öl, Gas, Holzpellets, Wärmepumpe, Solarenergie. Viele unserer Kunden haben erkannt, dass das Heizen mit fossilen Energieträgern langfristig ganz schön teuer ist bzw. wird. Diese Kunden haben bereits auf Pellets und Solar umgestellt, können hiermit aber auch für die Zukunft flexibel bleiben.

AEM MEDIA: Was ist denn bei der Auswahl noch zu beachten?

Marco Linnenbrügger: Einig ist man sich allgemein darin, dass man die Unabhängigkeit und den Überfluss an Energie nicht mehr hat. Hieraus ergibt sich natürlich auch ein zeitlicher Aspekt: besonders wichtig ist, dass die Kunden die Entscheidung für eine Heizungssanierung nicht unnötig lange hinauszögern, denn ineffiziente Heizungen verbrauchen viel mehr Energie als eine neue Anlage.

Außerdem vertrauen immer mehr Verbraucher dem heimischen, nachwachsenden und vor allen Dingen umweltfreundlichen Rohstoff, mehr als dem russischen Erdgas und Heizöl. Und ab einem Verbrauch von 2500 ltr. Heizöl/Jahr rechnet sich eine Umstellung auf Pellets sowieso. Dafür braucht es noch nicht einmal ein Energiesparprogramm.

AEM MEDIA: Haben Ihre Kunden immer konkrete Vorstellungen, wenn sie zu Ihnen kommen?

Marco Linnenbrügger: Da unsere Innen-/und Aussen-Kommunikation auf „Heizen mit Pellets und Sonne“ abzielt, melden sich auch zwangsläufig die Endverbraucher, die mehr über die Pelletheizung erfahren möchten. So werden wir auch während unserer Energiesparwoche diesbezüglich ausführlich informieren. Wir haben während dieser Energiesparwoche auch einen im Betrieb befindlichen Pelletheizkessel ausgestellt. Generell lässt sich feststellen, dass die Verbraucher vermehrt intensiv recherchieren, um zu einer unabhängigen Meinung zu gelangen. Da die Möglichkeiten der Wärmeerzeugung gestiegen sind, ist der Informationsbedarf entsprechend hoch.

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